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Hier wird das weiche Rohwasser aus dem Gettenbachtal zu Trinkwasser für Gelnhausen aufbereitet.
Das Rohwasser aus dem Gettenbachtal hat eine geringe Härte (1-1,5 °dH) und einen hohen Anteil an aggressiver Kohlensäure. Die geringe Härte führt dazu, dass sich eine erwünschte Schutzschicht in den Wasserleitungen nicht ausbilden kann; die aggressive Kohlensäure greift die Rohrleitungen an und führt zu Korrosionen.
Um dieses Problem zu vermeiden und zur Erfüllung der in der Trinkwasserverordnung geforderten Werte muss das Rohwasser aufbereitet und ins Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gebracht werden.
Zur Härteerhöhung und teilweisen Kohlensäurebindung wird dem Wasser ein bestimmter Anteil hartes Wasser aus dem Brunnen in Roth beigemischt.
02
Hier rieselt das Wasser in einem Entsäuerungsturm über zahlreiche senkrecht eingebaute Füllkörper. Dadurch entsteht eine sehr große Reaktionsoberfläche des Wassers. Über ein Gebläse wird zusätzlich Luft im Gegenstrom (gegen die Fließrichtung des Wassers) in die Entsäuerungskolonne geblasen. Dieser Vorgang führt zu einer vollständigen Austreibung der aggressiven Kohlensäure aus dem Wasser.
Die Gebläseleistung wird durch einen Umrichter optimal an die unterschiedlichen Wasserdurchsatzmengen angepasst.
Vor Inbetriebnahme der vorher beschriebenen Luftentsäuerung diente diese Anlage der chemischen Entsäuerung des Wassers. Hier wurde das Wasser in geschlossenen Filterkesseln über dolomitisches Gestein (Kalkgestein) geleitet. Das Kalkgestein reagierte mit der aggressiven Kohlensäure des Wassers, was zu einer gewünschten Erhöhung der Härte führte und zur Einstellung des von der Trinkwasserverordnung geforderten Gleichgewichts-pH-Wertes.
Wegen des Abbaues des Filtermaterials bei diesem Vorgang mussten die Filterkessel von Zeit zu Zeit rückgespült und nachgefüllt werden.
Sollte sich in Zukunft im Rohwasser durch bestimmte Umstände (z. B. saurer Regen, der zur Grundwasserneubildung dient) eine Erhöhung einzelner Wasserparameter (Eisen, Mangan, Trübung) ergeben, können die Filterkessel durch Einfüllung von Filtersand diese Aufbereitungsaufgabe zukünftig übernehmen.
Nach der Aufbereitung gelangt das Trinkwasser in den Hochbehälter Blockhaus. Er speichert das Wasser und verteilt es mit gleichmäßigem Druck in das Versorgungsnetz der Stadtwerke Gelnhausen. Von hier aus fließt es in Gelnhausen in das Stadtgebiet sowie in die Stadtteile Roth, Hailer und Meerholz. In der Nachbargemeinde Linsengericht versorgt der Hochbehälter die Ortsteile Altenhaßlau, Großenhausen und Lützelhausen. Darüber hinaus ist er an die Fernwasserleitung der Hessenwasser GmbH & Co. KG angebunden.
Durch die Beimischung des harten Brunnenwassers aus Roth und die Entsäuerung wird aus dem sehr weichen Rohwasser des Gettenbachtals ein ausgewogenes Trinkwasser. Es entspricht dem Härtebereich 2 („mittel“, 8,4 bis 14 °dH) nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz. Diese Angabe hilft Ihnen, Waschmittel richtig zu dosieren und Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine oder Wasserkocher passend einzustellen. Die aktuellen Analysewerte finden Sie auf unserer Seite Wasserqualität.
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* 3,9 ct/min (Stand 1. Juli 2008) zum Ortstarif aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, für Anrufe aus den Mobilfunknetzen können abweichende Preise gelten, ab 01.03.2010 werden max. 42 Cent pro Minute berechnet.